Dienstag, 8. März 2011

Der aktuelle Stand.

1. Universität
Jetzt fange ich tatsächlich mal an meinem Winnie Pooh (hier muss man ja immer noch ein "the" dazwischen setzen, warum auch immer) Essay zu schreiben. Es gibt zwar nicht besonders viel Sekundärliteratur, aber die, die es gibt, ist ausnehmend interessant. Mein Lieblingsbuch bisher: "The Pooh Perplex - In which it is discovered that the true meaning of the Pooh stories is not as simple as is usually believed, but for proper elucidation requires the combined efforts of several academicians of varying critical persuasions". Was für ein Titel! Jetzt noch mein Lieblingssatz aus einem Essay aus diesem Buch: "Rabbit is the capitalist manager par exellence, the captain of industry who, though altogether a bungler and boaster, is bent upon imposing his will on everyone around him." Ach, ist das schön. Zum Glück müssen es nur 6 Seiten werden. Und dann gehts Schlag auf Schlag weiter mit Französisch und einem kleinen Essay über James Joyce. Meine Presentations habe ich zum Glück hinter mir. Charles kann stolz auf mich sein.

Damit kann dann auch gleich zum nächsten Punkt übergeleitet werden.

2. Arbeit, wenn man das so nennen darf
Ich habe tatsächlich einen Aushilfsjob beim NDR, während der royalen Hochzeit. Letzte Woche kam die E-Mail. Jetzt muss ich die Damen und Herren nur noch überzeugen, dass ich bitte erst am Tag nach meinem Geburtstag anfangen kann.
Mit dem Goethe Institut war ich Donnerstag und Freitag auf der "Primary Language Show" in Liverpool. Hotel direkt an den Albert Docks, 5. Stock, Blick aufs Wasser, viel Essen. Das kann man wohl aushalten! Meine Aufgaben waren auch relativ begrenzt. Eigentlich stand ich nur hinter einem Tisch und habe gesagt "Yer, it's for free... nehmen Sie sich das ruhig mit. Super Badeente vom Goethe Institut. Schwimmt auf dem Wasser." Ein wirkliches Highlight dabei war ein Vortrag von David Crystal, einem Linguisten, dessen Bücher ich in Potsdam das ein oder andere mal anschauen musste. Man denkt ja immer nicht, dass das echte Personen sind, die sowas schreiben. Damit scheint dann mein Engagement bei dem Verein auch vorbei zu sein.

3. Freizeit
Pahdi! Pahdi! Pahdi!
Mehr kann man dazu fast nicht sagen.
Vom Karaoke zur Open Mic Session in den 60ies Club. Von dort aus ins Kino und von da in den Pub um wieder beim Karaoke zu landen oder sich das ein oder andere Konzert anzusehen.
Am Sonntag war ich auf DEM Konzert des Jahres. Der aufmerksame Leser weiß, worum es sich handelt. Beady Eye, die neue Band von Liam Gallagher, die im Grunde Oasis ohne Noel ist. Das war krass, Leute, das hat gefetzt. Ich bin da ganz alleine hingegangen und fühlte mich ziemlich losermäßig. War dann aber nicht so, da sich auf einmal ein quasi religiöses Liam-Flair ausbreitete. Das war echt verrückt. Liam war wie Jesus, starrte ab und zu in die Menge und erhob seine Arme zum Segen. Sowas habe ich noch nicht gesehen. Und die Leute - die Männer natürlich alle in Kleidung seines Modelabels - starrten zurück. Leider haben sie nur eine Stunde gespielt, was heißt, dass ich pro Minute 50 Pence bezahlt habe. Guter Stundenlohn, würde ich sagen. Hier wurde Musikgeschichte geschrieben und ich war dabei.

Beady Eye!
Selbstgemaltes T-Shirt für die Heaven & Hell ERASMUS-Party.

White T-Shirt Party zu Katjas Geburtstag (= jeder malt jeden voll)
Resultat nach den ersten Minuten: Yo soy Espanol + I'm a fool

Jetzt lege ich mich mal ins Bett und gucke mir den Tatort mit Harald Krassnitzer an.

2 Kommentare:

  1. Ich habe gerade auch so eine Kommunikationsflaute. Und nicht weil es langweiliger wird, sondern weil ich einfach soviel unterwegs bin, dass ich gerade kaum zum reflektieren komme...

    Ich hoffe, die Uni ist nicht allzu stressig. Über Winnie Pooh würde ich ja auch gerne einmal eine Hausarbeit schreiben!

    liebe Grüße, Cara

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  2. Ja, genau... im Gegenteil.
    Aber das mit dem Gegenbesuch machen wir noch, oder? Wäre ja eine Schande, wenn nicht : ) Ich melde mich!

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