Samstag, 29. Januar 2011

Jaja, ich bin noch da,

Das war vielleicht ein Effekt jetzt, oder?! Erst "Schwere Krankheit" und dann eine Woche einfach mal gar nichts schreiben. Nee, ey, ich lebe echt noch. Gleich geh ich mit Kadde zu einer spanischen Geburtstagsparty. Was mir positiv an mir selbst auffällt, ist - neben vieler anderer Dinge - dass mein Spanisch echt zurückkommt. Ich muss mich vielleicht ein bisschen bemühen oder so. Olé!

Gestern hatten wir ein echtes Erlebnis. Wir haben eine Stadtführung im Dunkeln gemacht. Sie trug den Titel "Manchester Underground". Wir sind zu allen möglichen Plätzen gegangen, wo irgendwas unterirdisch ist und waren am Schluss unter dem Kino, weil sich da die Leute, während der Luftangriffe aufgehalten haben. Ganz schön gruselig, weil der Führer auch einen iPod mit Lautsprechern dabei hatte und dann so Geräusche von Sirenen und Einschüssen angemacht hat. Über der Erde auf dem Rückweg ist dann aber auch noch was ganz tolles passiert. Und zwar sind wir mitten hineingeraten in die Dreharbeiten zu Coronation Street in Castlefield. (Coronation Street ist eine englische Serie, die hier in Manchester gedreht wird. Letztes Jahr hatte sie 50jähriges Jubiläum. Sie diente als Vorlage zur Lindenstraße, die im letzten Jahr 25 Jahre alt geworden ist.)



Außerde gingen heute die Studeten Proteste weiter und ich bin natürlich wieder mitten reingeraten wie beim letzten Mal. War aber sehr viel friedlicher. Das alles erinnert mich ein wenig an "damals" in Potsdam. Erste große Demo war super, weil gute Stimmung und jeder hatte irgendwas, wofür oder wogegen er war. Dann folgte noch eine und ich glaube, dann sogar noch eine und keiner hatte mehr Bock drauf.

Benjamin von Stuckrad-Barre ist letzte Woche 36 geworden. Der hat in Berlin gefeiert und alle wichtigen Leute waren da. Außer mir. Ich war nicht eingeladen. War jemand von euch dort?
Allen, die nicht so viel Ahnung haben, was in der Welt läuft, möchte ich Matthias Matusseks Kulturblog auf Spiegel Online ans Herz legen. Ich verfolge den seit einigen Monaten und da jagt ein Brüller den nächsten. Der war übrigens bei Stuckrad-Barre eingeladen.

Freitag, 21. Januar 2011

Schwere Krankheit

Leute, ich habe euch etwas mitzuteilen: Zum ersten mal seit ca. 6 Jahren bin ich so krank, dass ich im Bett liegen muss. Sieht man mal von einigen nahrungsmittelbedingten Kotzereien (zwei mal an Weihnachten!) ab, war ich das letzte mal krank, als ich in der 10. Klasse war. Das weiß ich noch, weil ich da die Englisch-Vorabiklausur nachschreiben musste. Da ich natürlich typisch German diszipliniert und arbeitswild bin, bin ich natürlich trotzdem sowohl gestern als auch heute zur Arbeit (ohne Bezahlung, macht man ja gerne, ne?!) und zur Uni gegangen. War vielleicht nicht so schlau. Naja, die Rumliege-Zeit hab ich aber gut genutzt. Ich bin bei Rote Rosen wieder auf dem neusten Stand (endlich hat Gesa sich von Steffen getrennt, der hat mich schon damals genervt, als er noch mit Nina zusammen war), habe zwei mir bisher unbekannte Bibi und Tina Folgen (Die Überraschungsparty & Das Amulett der Gräfin) bei last.fm gefunden und einen Film über Prince Charles (Referatsvorbereitung!) geguckt. Trotzdem fühle ich mich sehr schwach und muss immer husten. Ich kann auch gar nichts essen. Vorhin bin ich dann mal zum Supermarkt gegangen um mir eine Neubokeler Hochzeitsuppe zu kaufen. Gabs aber nicht. Jetzt habe ich da eine "Chicken and vegetable"-Suppe im Schrank stehen. Mal sehen, obs hilft.

Sonntag, 16. Januar 2011

Alt Luxemburg

Heute geht es mal um Geschirr. Genauer gesagt um ein Kaffeegeschirr der Firma Villeroy & Boch mit dem Namen Alt Luxemburg.
Mir sind da nämlich einige fast schon beängstigende Parallelen aufgefallen, die mehr oder weniger mein Leben betreffen. Nicht nur, dass dieses Geschirr bei uns zu Hause ein anhaltendes Streitthema darstellt - nein! - es kommt noch besser. Um Weihnachten herum drehte sich ja auch im deutschen Fernsehen alles um DAS Ereignis des nächsten Jahres. Der aufmerksame Leser weiß natürlich, wovon die Rede ist: royale Hochzeit. Mein Freund im Geiste Rolf Seelmann-Eggebert setzte sich also im Zuge einer ARD-Dokumentation über Kate und Wills mit seinem neuen Zögling Ingo Zamperoni in den Lieblings Tea Room der Queen "im Herzen Londons" um ein paar Scones zu futtern und - man kann es sich jetzt auch schon denken - von welchem Geschirr wurde getafelt? Richtig. Damit aber nicht genug, denn auch Mutter Beimer aus der Lindenstraße verwendet eben dieses Geschirr, allerdings nur an Feiertagen. Das letzte Mal, wenn mir nichts entgangen ist (und was Lindenstraße betrifft, entgeht mir eigentlich grundsätzlich nichts), in der Weihnachtsfolge.
Seht ihr das Unglaubliche? Die Mütter des quasi wichtigsten Nachwuchses Europas - nämlich Prince Charles, Klaus Beimer und ich - tafeln vom gleichen Geschirr. Das ist doch wohl was!

Aus diesem Anlass hier nochmal Klaus Beimers Hit "Meine Mama". Meine Lieblingsstelle "Und mach mal vor: Wie hast du mich damals geboren?".




Freitag, 14. Januar 2011

I'm back.

Es geht weiter. Seit Samstag, also kanpp einer Woche, bin ich zurueck in Manc. Gerade sitze ich in der Uni in der Mitte meine Seminars "Children's Literature: The secondary worlds of childhood". Irgendjemand hat sich einfallen lassen, das Seminar in britische und nicht britische Studenten einzuteilen. Jetzt kann man leicht erraten, zu welcher Gruppe ich gehoere. Mir schwant schlimmes. Konsequenz des ganzen ist jedenfalls, dass ich jetzt jeden Freitag (Goodbye, freier Tag!) 4 Stunden in der Uni bin mit einer Stunde Pause mittendrin. Mann, mann, mann.
Wenigstens die Buecherliste ist cool. Alle Klassiker einschliesslich Winnie Pooh. Nur Der Hobbit kotzt mich ein bisschen an, weil ich Tolkien ueberhaupt nicht leiden kann.

Ansonsten hat sich unimaessig nicht viel passiert. Linguistik habe ich jetzt nicht mehr, was meinen Dozenten (ich will immer "Vorleser" schreiben) allerdings nicht davon abhielt, mir zum Term-Start mal richtig krass auf den Ruecken zu schlagen - wir sind jetzt anscheinend friends. Statt Linguistik habe ich jetzt noch einen anderen Literaturkurs "Fiction in English", da sitzen auch nur ERASMUS-Leute drin, aber auch da sind die Buecher gut, v.a. weil ich von den 4 schon 2 gelesen habe. So.

Aber nicht genug der beruflichen Verpflichtungen. Auch bei Goethe geht die Post ab und im Maerz habe ich meine erste "Dienstreise", die sogar entlohnt wird. Ich sitze immer zwar immer noch an meinem Filmprojekt ueber Die Fremde (okay, eigentlich hab ich da seit November nichts mehr dran gemacht), aber parallel kuemmere ich mich jetzt noch um die Gedichtauswahl fuer einen Schuelerwettbewerb.

Es war einmal ein Hase
Mit einer roten Nase
Und einem blauen Ohr
Das kommt ganz selten vor
Helme Heine

Im Haus ist nach 5 Tagen der Entspannung (Kadde und ich waren zu zweit) auch wieder der Alltag eingekehrt. Fremde Menschen liegen in unserem Gaestezimmer, das Badezimmer gleicht jeden Morgen einem See (ist ja auch echt schwierig, seine Beine genau auf dem blauen Teppich zu platzieren, der die Haelfte des Badezimmers einnimmt und direkt vor der Dusche liegt und das nasse Handtuch liegt natuerlich auch auf dem Boden) und es stinkt ein bisschen oder auch ein bisschen mehr. Herrlich.
Positiv zu erwaehnen ist das Wetter. Es ist jeden Tag um die 10 Grad und es regnet nur ein bisschen.