Donnerstag, 30. September 2010

Bake

Ich habe gerade etwas sehr interessantes und leckeres bei "Greggs" gegessen. Zwei Dinger. Sie heißen "Steak Bake" und "Chicken Bake" und sind absolut nichts für Vegetarier. Beide sind Blätterteigtaschen, wobei die erstere mit einer Art Gulasch gefüllt ist und zweitere und letztere mit einer Art Hühnerfrikassee. Füllt den Magen ungemein.

Außerdem hatte ich heute ein Treffen mit Beate (ihr Nachname ist lustigerweise Peter) vom German Department. Sie ist zuständig für die Organisation der Konversationsklassen. Ich übernehme mit einem österreichischen Studenten, den ich aber noch nicht kenne, ab Montag den Kurs für den Abschlussjahrgang und muss jetzt ein Programm dafür ausarbeiten. Ich denke, es wird "Wie stellen uns vor." heißen.

Mittwoch, 29. September 2010

Der Alltag hat begonnen

Ja, hallo? Nur, weil ich einen Tag mal nichts schreibe, heißt das nicht, dass ich tot bin oder so. Ich habe nur nicht so viel erlebt, weil die Uni losgegangen ist. Montag hatte ich den Kurs "Life in Modern Britain", der krass unakademisch dullimäßig ablief. Ich hoffe mal, dass das nur der Einstand war. Danach habe ich mich dann für Französisch eingeschrieben. Ich hoffe, da passiert nichts schlimmes (der Kurs beginnt in einer Woche), denn die Dame hat dreimal nachgefragt, ob ich denn wirklich noch nie Französisch gelernt hätte. Ich kann aber auch schon ein paar Sätze. "je ne se pa", "bonjour", "oui", "je mapelle...", "tres bon". Vielleicht komme ich damit ja dann auch gleich in den Forgeschrittenenkurs. Ja, also und gestern hatte ich dann "Schools of Linguistics". Da gehts um Leute, die sich Gedanken über die Sprache an sich gemacht haben. Habe mich auch gleich mit Enno für eine oral presentation eingetragen. Der Dozent ist irgendwas zwischen nervig und lustig. Man muss sich sehr anstrengen um ihn zu verstehen, weil er Franzose ist, aber erzählt auch gerne witzige Sachen. Danach musste ich mir leider neue Chucks kaufen, weil sich meine alten seit dem letzten Schauer ziemlich auflösen.


Montag, 27. September 2010

Kirsten Boie in Manchester!

Leute! Ich komme gerade von der Lesung von Kirsten Boie im hier ansässigen Goethe-Institut. Das war vielleicht super! Sie hat ein wenig erzählt und ihr neues Kinder-/Jugendbuch "Ringel Rangel Rosen" vorgestellt. Es behandelt den Alltag eines Mädchens in der Zeit der großen Hamburger Sturmflut (1961). Selbstverständlich habe ich es mir gleich bei den "Friends of the Goethe-Institut Manchester" gekauft. Diese friends sind schätzungsweise alle um die 70 und bemühen sich sehr angestrengt, Deutsch zu sprechen. So kam es, dass ich - zusammen mit einem Mädchen aus der Schweiz - die wohl einzige Person war, die die 60 noch nicht erreicht hatte. Witzig. Insgesamt habe ich um die 25 Leute bei der Lesung gezählt. (In Deutschland könnte man die Zahl verzehnfachen.) So ergab sich für mich die Möglichkeit, mich vergleichsweise lange mit der Autorin zu unterhalten und das ein oder andere Anekdötchen (haha) betreffend ihrer Bücher auszutauschen. Beispielsweise weiß ich jetzt, dass Karin Nyman (Astrid Lindgrens Tochter, aber kann man sich beim Namen Nyman ja eigentlich auch schon denken - siehe Lotta aus der Krachmacherstraße) Kirsten Boies Bücher ins Schwedische übersetzt. Das ist doch wirklich nett, oder? Ein sehr schöner Abend mit netten Bekanntschaften.
Für alle, die nicht (mehr) in der Materie sind, stelle ich hier mal kurz meine Top 3 Kirsten Boie Bücher vor:

1. Alles ganz wunderbar weihnachtlich
DAS Weihnachtsbuch schlechthin. Jesuskind adé, sage ich nur. Wird bei uns auch gerne mal unterm Tannenbaum vorgelesen. Toll illustriert von Jutta Bauer.

2. Lena findet Fan sein gut
Lena-Bücher waren immer cool! Das war mein erstes und bisher auch liebstes. Lena geht zum Kelly Family Konzert, weil ihre beste Freundin so traurig ist darüber, dass sich Take That aufgelöst haben. Ich glaube, sie wird sogar von Paddy oder Angelo an der Hand berührt und will sie dann nicht mehr waschen. Gut ist auch die Stelle, als sie sich Sorgen um die nackten Jungen und Mädchen auf den Dr. Sommer Seiten macht.

3. Opa steht auf rosa Shorts
Hatte ich beinahe vergessen, aber vorhin auf einem Poster wiederentdeckt. Normaler Opa verliebt sich in durchgeknallte Oma.

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Hier noch ein kleines Bildchen. Mein persönlicher Eindruck von der Labour Conference. Ich weiß nicht, ob das in Deutschland ankommt. Die Labour Party hat hier in Manchester gerade so ein großes Treffen, bei dem u.a. ihr neuer Vorsitzender gewählt wurde. Ed irgendwas.


Samstag, 25. September 2010

Mr Blobby

Gestern hatte ich das Vergnügen, zum ersten Mal in meinem Leben Mr Blobby auf YouTube zu sehen. Mr Blobby ist eine... nennen wir es mal "Figur"... im britischen Kinderfernsehen gewesen., die Leute in meinem Alter geprägt hat. Vielleicht eine mögliche Erklärung für den mir doch recht fremden Alkohol- und Drogenkonsum hier. Braucht man auch eigentlich nicht weiter zu kommentieren. Nur mal angucken.

Freitag, 24. September 2010

The Kids are sick again


Mein erste Konzert in Manchester. Und gleich so ein Knaller! Maximo Park in einem temporären Club unter dem Bahnhof: "The Warehouse Project". Ich muss feststellen, dass das hier doch etwas anders läuft als in Deutschland - gerade, was Anfang und Ende betrifft. Am Einlass - der 1 1/2 Stunden zu spät war, weil es die erste Veranstaltung im Rahmen dieses Projekts war, aber das nur nebenbein - wurde erst mal meine schöne Konzertkarte zerrissen und in eine große Mülltonne geworfen. Und am Ende, nichts mit "We want more!" oder so. "This is the last song", Lied gespielt, Lied vorbei, Publikum dreht sich um und geht weg. War aber auch okay, weil ich ziemlich dringend aufs Klo musste. Insgesamt ein sehr schöner Auftritt einer Band, die ich in Berlin immer aus irgendwelchen Gründen verpasst habe. Mit mittelmäßiger Akkustik, dafür aber mit den meisten meiner Lieblingslieder. So kanns weitergehen.
Fest geplant: Kate Nash, Badly Drawn Boy.

Donnerstag, 23. September 2010

Fresher's Fair

Gestern war und heute ist Fresher's Fair. Das heißt, dass hunderte von Ständen in einer großen Sporthalle aufgebaut sind und man überall irgendwas geschenkt bekommt. Es geht dabei darum, dass man das Angebot, das sich unabhängig von allem akademischen anbietet, kennenlernt und möglichst auch noch einige Mitgliedschaften für ein paar hundert Pfund abschließt. Ich habe es erst mal beim Kauf des "Semestertickets" und einem Eintrag in die MMU Radio Liste belassen.

Meine Ausbeute des gestrigen Tage:
  • Pizza
  • Chilli-Würstchen in der Dose
  • ein Instant-Nudelgericht in Geschmacksrichtung "Chicken"
  • Energy Drink
  • zwei Schlüsselanhänger
  • Notizblock
  • Orangensaft
  • Lipbalm
  • pinker Nagellack
  • Kalender für die Wand
  • pinke Umhängetasche
  • Chips
  • Onion Rings
  • Geduldsspiel
  • magnetische Einkaufsliste für den Kühlschrank
  • drei Kugelschreiber
  • Frisbee
  • Lutscher
Außerdem haben wir die Mitarbeiter des deutschen Instituts (ganze zwei) kennengelernt, unsere Stundenpläne eingereicht (jetzt doch Children's Literature) und ein Teaching-Training absolviert.
Abends waren wir in dem Film "Dinner for Schmucks". Ganz lustig. Wir haben für unsere Tickets umgerechnet 2,50€ bezahlt. Hier werden Studenten noch geschätzt. Nachher eventuell Maximo Park im Untergrund.

Dienstag, 21. September 2010

Getestet

Wir sind hier so sicher! Gestern Abend kamen unsere Freunde von der örtlichen Polizei mal wieder vorbei, weil ein Fenster geöffnet war (seit ca. 4 Minuten) und heute hatten sie sogar ihre Pferde dabei. Bald machen wir zusammen Hausparties - beim geschlossenem Fenster, aber das versteht sich ja von selbst.
Heute Morgen mussten wir unser Englisch testen lassen. Was dabei herauskam, erfahren wir aber erst morgen. Hoffentlich werde ich nicht als "Beginner" eingestuft. (Kleiner Scherz am Rande. Wer Bili bei Herrn K. und Herrn H. hatte, kann gar kein Beginner sein.) Im Vokabeltest kamen leider viele Wörter vor, die ich noch nie gehört hatte. Was heißt denn bitte cease? Ich habe einfach mal angekreuzt, dass es to stop bedeutet, weil ich die anderen Wörter versucht habe aus dem Lateinischen (!!) herzuleiten.
Gerade habe ich meinen Studenplan endgültig zusammengestellt. Er enthält folgende Elemente: English Languge, Life in Modern Britain, Constructing Syntacting Theory, French (Beginners), Transnational Cinema und Fiction in English. Von meinem Favoriten "Children's Literature" wurde mir abgeraten; hätte zeitlich aber sowieso nicht so gut gepasst.

Zum Schluss noch eine kleine, aber feine Impression meines heutigen Desserts:


...In der nächsten Folge lesen Sie in der Reihe "Promis aufgespührt": Wie eine deutsche Studentin den wohl berühmtesten Ex-Bewohner des Planeten Melmac wiederfand oder Was wurde eigentlich aus Alf?



Heute war das dritte Mal Welcome angesagt. Diesmal allerdings ein wenig informativer, da nur für uns ERASMUS-Studenten. Auf unserer Busfahrt dort hin bemerkten wir schon einige Unterschiede zum Semesterstart in Deutschland. Alle paar Meter haben wir Flyer mit den neusten Angeboten und Parties in die Hand gedrückt bekommen und es war ziemlich laut, da karnevalsumzugsähnliche Gefährte mit Musik und Megaphon durch die Gegend fuhren.
Ich weiß nun, welche Kurse ich belegen möchte und wann sie stattfinden werden (Freitag frei). Außerdem bekamen wir ein paar nützliche Informationen, wie wir unseren Lebenslauf ein bisschen verbessern können. Ich habe mich entschieden, ein bisschen Deutschunterricht zu geben und vielleicht auch das ein oder andere mal in eine Schule zu gehen (natürlich nicht als Lehrerin, sondern als Botschafterin der deutschen Kultur und Sprache). Wem und wie und wann, weiß ich allerdings noch nicht. Hauptsache Zertifikat!


Am späten Nachmittag, nacdem wir unsere Student ID abgeholt hatten, führte uns mein Potsdamer Kollege dann ins "Afflecks" (Link = Foto), ein Vintage-Second Hand-Indie-Irgendwas-Kaufhaus im Northern Quarter von Manchester. Super Ding! Ich habe gleich ein paar nette Poster für mein bisher noch recht karges Zimmer gekauft. Hinterher gings dann mal wieder zu Primark um einen Regenschirm zu kaufen. Kann man in England durchaus gebrauchen. Meiner ist rosa mit lindgrün, drauf sind kleine Eulen, die Herzchen auf den Bäuchen haben.

Montag, 20. September 2010

Patelvis

Komme gerade von einer Party der International Students der University of Manchester. Wir haben uns da einfach mal reingeschlichen. Boah, die Asiaten... man denkt ja immer, die wären so zurückhaltend (unseren Freund Di mal ausgenommen), aber das stimmt gar nicht. Sie müssen nur erst mal auftauen und dann gehts rund beim Karaoke mit Patelvis und Salsa. Super Abend mit alten Bekannten wie den Maccarena-Opas, Mambo No.5, Mr. President und Enrique Iglesias. Morgen Nachmittag geht dann die Einführungswoche nach der Einführungswoche los.


Salat bleibt auf dem Teller. Ist ja klar.



Multikultureller Tisch: Oma aus Nigeria und Bo aus China



Patelvis, die alte Stimmungskanone.



Da fühlt man sich doch gleich zu Haus



Endlich mal wieder Regen. Es war ja schon ganz staubig.





Sonntag, 19. September 2010

Kein Eintrag

Weil: Heute bin ich einfach nur zu Haus gewesen und zwischendurch mal bei Sainsbury's. Generell fühlt man sich in diesem Haus sehr sicher, obwohl unser Vermieter gesagt hat, hier würde jetzt in der Anfangszeit ständig eingebrochen werden. Vorhin hatte Daniel sein Zimmerfenster (zur Straße raus) angekippt. Nach einer halben Stunde stand die Polizei vor der Tür, weil sie sich Sorgen gemacht hat, dass jemand reinkommen könnte, den wir nicht im Haus haben wollen. Funny!
Habe eine neue Erfindung gemacht: Ketschup-Schinken Toast. Dafür toastet man zwei Scheiben Vollkorntoast auf mittlerer Stufe, dann macht man slightly salted Butter auf jede Scheibe, dann legt man Original Britischen Kochschinken drauf und dann macht man Heinz Ketchup auch noch drauf und dann klappt mans zu. Wird gleich erst mal an Jamie Oliver und Gordon Ramsay (dabei, haha: ich hab mal eine kennengelernt, die im 1000 Stern Restaurant von Gordon Rampsay gegessen hat für natürlich sau viel Geld und hinterher mussten sie und ihr Freund drei Tage lang kotzen) geschickt.

Kurze Frage: Weiß jemand, was aus dieser Band geworden ist? Soll ich hier in der Gegend mal Zettel aufhängen?


Freitag, 17. September 2010

Eins.
His Royal Highness Prince William of Wales, auch bekannt unter dem Namen William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor, hat endlich seinen Abschluss gemacht und ist nun offziell Pilot der Royal Airforce. Congratulations! Ich habe ja das Gefühl, dass ich die einzige bin, die sich hier wirklich britisch benimmt. Genau wie ich auch die einzige bin, die den 5 o’clock tea zu sich nimmt. Ich habe das jetzt aber mal nachgeschaut und weiß, woran das liegt: Cream Tea wird wohl eher im Süden Englands (Cornwall und so) zelebriert. Egal! In Niedersachsen darf man ja auch Weißwurst und Sauerkraut essen. Baked Beans gelten dafür fürs ganze Land. Das soll mal einer verstehen.

Zwei.
Mein alter Kumpel Daniel ist auch Blogger, allerdings um einiges professioneller als ich. Nun hat er “Katha in Manchester” meiner Person entsprechend in seine wöchentlichen Kotzbröckchen aufgenommen. Vielen Dank dafür. Klickt auf meinen vereinhornten Kopf und ihr kommt zu Daniels Blog “Kotzendes Einhorn”.



Drei.
Gerade habe ich zwei Tickets für Kate Nash bestellt. Jippie!

Vier.
Ein kleines Bild aus dem Bus hinaus fotografiert. Der Eingang von Rusholme, einem Teil von Manchester. Gleichzeitig auch Eingang der berühmten Curry Mile, wo man viel und billig essen kann.

Voll mit information

Crazy! Alles voller Germans. Das zündet ja mal gar nicht rein. Wie komme ich denn an die Briten hier? Totale Isolation! Ich bin ja mal gespannt, was bzw. wer kommt, wenn am Montag die richtigen Uni-Kurse anfangen.
Immerhin bin ich nun Mitglied bei den Mancunian Libraries und in der International Society, die alle Universitäten in einem gewissen Umkreis gemeinsam betreiben. Die International Society bietet an fast jedem Wochenende Trips (das heißt: kurze Reisen oder Tagesausflüge) in Städte in ganz Großbritannien, aber sie veranstalten auch gemeinsame Essen und haben eine interessante Aktion, die “International Sixteen” heißt. So weit ich verstanden habe, werden dabei 16 Leute aus 16 verschiedenen Ländern zusammengewürfelt und gehen in Schulen um ihre Länder vorzustellen. Ich hoffe, dass ich mich dort irgendwie integrieren kann.

Gerade waren wir im “Friendship Inn” - die Abende werden langsam länger, wobei ich es auch sehr angenehm finde, dass der gemeine Brite unter der Woche nur bis spätestens Mitternacht unterwegs ist. Gesitteter ist es dennoch nicht, obwohl ich das ja eigentlich (noch) nicht beurteilen kann.
Liverpool hat gerade 4 : 1 gegen irgendeinen anderen Verein, den ich nicht kenne, gespielt. Das heißt, dass sie gewonnen haben. Wusstet ihr, dass Heinz Ketchup offizieller Lieferant Ihrer Majestät ist? Steht auf meiner Ketchupflasche.

Habt ihr mitbekommen, dass der Papst gerade hier in England ist, obwohl die meisten ihm hier doch seit einiger Zeit abtrünnig geworden sind. Die Tagesschau hat ein nettes Foto online gestellt. God save the Queen & Viva il Papa!!


Donnerstag, 16. September 2010

Welcome at MMU

Kurz nach dem Zähneputzen und kurz vor dem Schlafen hier noch ein kleiner Bericht um der mir selbst auferlegten Pflicht nachzukommen:
Heute war unser erster offizieller Besuch in der Manchester Metropolitan University - von außen eher mittelschön, von innen aber sehr modern. Sie hats aber auch nicht leicht, denn die MMU muss sich mit der University of Manchester einen Campus teilen. Um zu verstehen, was ich meine, muss man wissen, dass die UoM Gebäude mit kleinen Türmchen hat, die alle ziemlich hostorisch aussehen. Daniel meint sogar, sie hätten einiges von den neueren Harry Potter Filmen dort gedreht. Die von mir erwarteten zahlreichen ERASMUS/Exchange-Studenten blieben (zum Glück) aus. Es ist eine recht übersichtliche Gruppe mit (leider) recht vielen Deutschen. Wir haben uns, was unsere Nationalität anbelangt, erst mal bedeckt gehalten. Ich habe auch den Eindruck, dass auch viele Studenten dort sind, die als Muttersprache sowieso schon Englisch haben - sprich, Amerikander, Kanadier etc.. Leider hatte ich meine Kamera vergessen, deshalb kommen diese Eindrücke erst später.
Am Nachmittag haben wir ein paar essentielle Dinge für unser Haus besorgt: Bettwäsche, Handtücher, Klobürste (achso: bitte fragt mich nicht immer nach Bildern von meinem Zimmer, das muss ich erst fertig haben bevor ich es der Öffentlichkeit vorführe ;-)). Und ich habe mir einen hübschen und vor allem britischen Dufflecoat gekauft, damit ich im Winter nicht friere. Mit meinem Potsdamer Studentenausweis konnte ich sogar 10% Rabatt rausschlagen.
Am späten Abend gings dann nochmal in die Innenstadt um eine Freundin von Kadde abzuholen, die zwei Tage bzw. Nächte lang bei uns übernachten wird. Impressionen:

1. So ein Auto gibt es auch von Siku, nur etwas kleiner.


2. Das Rathaus von Manchester (Townhall). Bei dem Brunnen kann man sich vorstellen (wenn man sich den Rest wegdenkt), dass Lenz da sehr gut reinspringen könnte, wenn er mal wieder im Wahn ist.
3. Manchester Art Gallery mit Lichtinstallation.

Dienstag, 14. September 2010

Fish and Chips

Leute und Bräute. Heute ist Kadde angekommen, meine neue deutsche Mitbewohnerin, die so heißt wie ich, sich aber anders nennt. Jetzt hat Daniel zwei Frauen am Hals und im Laufe der Woche kommt sogar noch eine dritte, Britin allerdings. Daniel und ich sind zum Bahnhof gefahren und haben sie standesgemäß in Empfang genommen. Danach gabs ne Tour durch Fallowfield, Sainsbury's und für jeden eine kleine Portion Fish and Chips. Klein heißt dabei, dass man ungefähr 10 Leute braucht um den Kram aufzuessen. Aber sehr schön - ein paar Häuser weiter ist ein sehr netter "Imbiss". Dort gibt es ganz viele verschiedene Sachen. Natürlich alles paniert und fettig. Aber mal ein kleines Fischchen darf ja sein. Ist ja auch Eiweiß drin und er schmeckt sehr frisch. Wir sind ja auch auf einer Insel!



Ist dem kulturinteressierten Graff-/Hugendubel-/Dussmann-Gänger eigentlich aufgefallen, dass das neue Werk von Cornelia Funke mit dem Titel "Reckless" heute erschienen ist? Wird natürlich gleich morgen auf Englisch besorgt. Es ist übrigens das erste Buch, das Cornelia Funke in ihrem selbst gewählten Exil in Los Angelese sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfasst hat. Was genau in dem Buch los sein wird, weiß ich noch nicht. Ich will mich da überraschen lassen. Allerdings habe ich schon gelesen, dass es wohl um eine Welt hinter dem Spiegel geht. Groovy! Erinnert ja ein bisschen an die Tintenwelt, oder? Den sechsten Band der Wilden Hühner kann ich jetzt wohl endgültig knicken. Zeit noch einmal den Bandenschwur zu wiederholen: "Ich schwöre, die Geheimnisse der Wilden Hühner mit Leib und Leben zu schützen und nie zu verraten, sonst will ich auf der Stelle völlig tot umfallen." In diesem Sinne: Gute Nacht und einen netten Mittwoch. Morgen ist mein erster Uni-Besuch. Cheers!


Montag, 13. September 2010

English Breakfast

Das war ein kalorienreicher Start in den Tag! Aber wenn man schon in England lebt, muss man sich den Sitten auch ein bisschen anpassen. Heißt: Neben meinem täglichen Cream Tea (seit vorhin sogar mit richtiger Clotted Cream!), gibt es nun wohl auch ein bisschen Bacon, Sausage und Eggs. So richtig vegan eben.


Heute Nachmittag haben mich meine beiden Potsdamer Mitstreiter hier in England, Enno (Manchester) und Marie (London) besucht. So konnten wir uns ein wenig über Sitten bzw. Unsitten austauschen. Gleichzeitg haben sie mir auch einige Ideen für Reiseziele der kommenden Monate gegeben - und Tipps, wie man billig vorankommt (Mega Bus!).
Noch zwei Tage, dann gehen die ersten Einführungsveranstaltungen in der Uni los. Ich bin ja mal gespannt. Für Freitag ist eine Tour in irgendeinen Freizeitpark geplant. Sehr akademisch!

Noch ein kleiner Nachtrag zu meiner gestrigen Feststellung im Bezug auf die Medikamente: Sogar der Sainsbury's Supermarkt am Ende meiner Straße verkauft die. Mit Hausmarke. Quasi: "ja! Paracetamol" oder "gut und günstig Ibuprofen".

Dinge, die ich heute gelernt habe:
  • Besteck: cutlery
  • Sieb: sieve
  • Saure Gurken: gherkins
  • Spüle in der Küche: sink
  • Satellitenschüssel: sattelite dish
  • wie man einen Gasherd bedient
  • wie man die Tür zum Garten öffnet
  • wie man auf einen Schlag all sein Kleingeld loswerden kann

Sonntag, 12. September 2010

Mein Sonntag

Ich frage jetzt mal wie Herr Mohn: Wollt ihr wissen, was mir heute Morgen passiert ist? - Ja, das wollt ihr. Wenn mir hier irgendetwas passieren sollte, dann wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit etwas Herzinfarkt ähnliches sein. Ich wollte mir doch nur einen Toast toasten! Leider bin ich gestern beim Putzen anscheinend gegen das Rad, mit dem man die “Bräunung” einstellen kann, gekommen, was dazu führte, dass der Toast dann schwarz war. Macht ja eigentlich nichts. Stimmt. Macht aber doch was, wenn in jedem Raum des Hauses hypermegaempfindliche Rauchmelder sind. Schön laut. Natürlich wusste ich nicht, wie / ob man so etwas ausmacht, aber schlau wie ich nun mal bin, habe ich einfach den Hauptschalter runtergeklappt. War dann alles wieder gut.

Heute gibt es keine Bilder, weil nichts fotografierenswertes los war. Ich war im City Centre einkaufen (Vorteil einer großen Großstadt: Sonntag nicht nur Tag des Herrn). Bei Primark und bei Boots. Dabei ist mir etwas interessantes aufgefallen. In England gibt es natürlich auch die üblichen Quengelregale an den Kassen. Bei Boots hat man da dann allerdings kein duplo, Milky Way oder Kaugummi - dafür aber Schmerzmittel, Paracetamol und Antibabypillen. Der Wahnsinn.

Mein Mitbewohner Daniel ist vorhin endgültig eingezogen. Oh Mann. Der ist mir ehrlich gesagt ein bisschen zu klischeeenglisch... Aber er hat eine Gitarre und ein paar andere schöne Sachen mitgebracht, allerdings scheint es mir, als würde er das hier eher als ne Zweckgemeinschaft sehen. Finde ich aber okay. Mutig, dass er überhaupt hergezogen ist, zwei ältere Mädchen und dann auch noch Deutsche.

Und jetzt: Den Rest vom Tatort und Nudeln. Have a good night.

Samstag, 11. September 2010

Land of Hope and Glory

The Last Night of the Proms bzw. Proms in the Park. Heute ist es so weit. Und ich bin nicht dabei, weil es 1. regnet und das 2. echte Engländer gar nicht zu interessieren scheint. Nun gut. Ich war ja immerhin letztes Jahr dort - sogar im Hyde Park (quasi zusammen mit dem schwulen Paar, Christian und Olli, aus Verbotene Liebe; sie saßen neben uns auf der Wiese). Macht also eigentlich gar nichts.
Klickt auf meinen Kopf und ihr kommt direkt zum BBC Radio 3 Livestream. (Versteht ihr den Witz daran?) Der NDR überträgt aber auch ab 22.15h. Als Kommentator wie jedes Jahr mein zukünftiger Vorgänger Rolf Seelmann-Eggebert. Schön mitsingen, ne?!

Den heutigen Tag habe ich "zu Haus" mit Putzen verbracht. Cillit hat leider nicht wirklich geholfen, aber immerhin habe ich es probiert. Alter Schwede, was waren das für Mädchen, die hier vorher gewohnt haben? Auf ALLEN (!!) Küchengeräten ist dieser eklige Sirup aus Fett und ich wills nicht wissen. Die Dusche sah auch nicht besonders gut aus. Im Vergleich zu heute Morgen glänzt sie jetzt aber - zumindest, wenn man vom Schimmel absieht. Schimmel war auch in der Waschmaschine. Den habe ich aber super wegbekommen. Auch ohne Cillit. Ich habe heute und gestern fast £20 für Putzutensilien ausgegeben, aber die werden dann hoffentlich auch das ganz Jahr über halten.
Zwei Probleme sind im Laufe des Tages aufgetreten: Ich habe die Dusche nicht anmachen können und die Haustür erst von innen ("Scheiße, ich hab mich eingeschlossen!") und dann nach dem Einkaufen von außen ("Scheiße, ich hab mich ausgeschlossen! Und die laute Sirene kommt bestimmt auch aus unserem Wohnzimmer von der Alarmanlage, weil ich irgendwas falsch gemacht hab!") nicht aufbekommen. Problem 1 konnte ich nicht lösen. Jetzt denkt ihr: "Iiieh! Nicht geduscht!" Richtig, aber für solche Fälle habe ich meinen Bibi Blocksberg Waschlappen eingepackt und mich damit auf sehr akrobatische Weise gewaschen. Furchtbar. Den Kopf habe ich einfach ins kleine Waschebecken gesteckt. Für Problem 2 habe ich mich nach kurzer Panik auf meine jahrzentelange Großstadtrevier-Erfahrung besonnen und gegen die Tür geworfen. Der Alarm kam zum Glück vom Nachbarn.
Mein neuer Mitbewohner ist so schnell wieder verschwunden wie er gekommen war. Einfach weg. Vielleicht habe ich ihn verschreckt.

Ansonsten lag und saß ich ein bisschen rum und habe mein WLAN, das große Bett und die Stille genossen. Im Hostel lag ich direkt neben einer Baustelle und habe entsprechend wenig geschlafen. Der einzige Makel lag darin, dass ich die Clotted Cream für meinen nachmittäglichen Cream Tea vergessen hatte. Stattdessen habe ich einfach Butter genommen.

Hier noch ein kleiner Blick aus meinem Fenster auf unsere Straße im Regen:



Freitag, 10. September 2010

Einzug

So. Moved in. Mit einem Koffer und einem Rucksack. Mein Zimmer ist sehr schön. Groß, hell, aber der Vermieter sagt, im Winter ein bisschen kalt. Die großen weißen Wände stören mich, aber ich werde in den nächsten Tagen auf jeden Fall eine Tour zu Primark und HMV machen um das ganze etwas bunter zu machen. Der Rest des Hauses ist eher mittelmäßig. Es ist alles da, aber wenig Komfort. Die Küche wurde anscheinend immer nur oberflächlich gereinigt, sodass überall so ein ekliger Klebefilm drauf ist, aber das kenne ich schon aus aus der alten Bude. Fürchterlich. Da muss dann wohl erst mal Cilit Bang her. Ein erster Mitbewohner ist auch schon da. Lustiger Typ, aber ich verstehe nicht, was er redet, weil sein Akzent so stark ist. Yorkshire oder so (viel Spaß, Cara!).
Plan für morgen: Putzmittel und Töpfe besorgen.

Donnerstag, 9. September 2010

2nd day


Heute habe ich den ganzen Tag nur Englisch gesprochen und das kam so:
Morgens wusste ich nichts mit mir anzufangen, also ging ich in die Manchester Art Gallery. Museen sind in Großbritannien immer gut, denn der Eintritt ist frei. So kann man ohne den Druck hineingehen, möglichst alles zu sehen und zu lesen. Kurz vor dem Raum mit den Videoinstallationen bin ich einem netten guy begegnet, dem aufgefallen war, dass auf dem einen Bild in der zweiten Etage der Körper eines Menschen fehlt (“Looks like a ghost!”) und irgendjemand in die Augen einer Büste Smileys gemalt hat. Hihi. Very funny! Als ich meinen Gang durch das Museum (super cool, im Moment für Kinder unter dem Motto “Heroes and Monsters”) beendet hatte, lief ich dann ein bisschen durch die Stadt zum Tommy Hilfiger Shop (Kleid kaufen!) und zur Townhall. Impressive! Riesending! Dort traf ich den Museumssmileymann zufällig wieder und bekam eine gratis Manchesterführung. Total gut. Jetzt weiß ich alles!
Nebenbei noch ein lustiger Zufall: Wir waren gemeinsam im Cornerhouse, einem Laden der gleichzeitig Cafe, Galerie, Platten- und Buchladen ist und gerade gestern habe ich in meinem Manchester -Roman gelesen, wie die Protagonistin genau dort etwas trinken geht. Muss gleich mal die Autorin googlen. Vielleicht kann ich sie dort ja mal treffen. Die Ausstellung, die dort im Moment stattfindet ist auch sehr witzig: Man kann unfertige Ideen von Künstlern kaufen. An den Wänden hängen Zettel mit diesen Ideen, damit man sich seine Lieblingsidee aussuchen kann. Innerhalb von zwei Jahren muss man das Projekt dann fertigstellen, zum Beispiel: Anleitungen, wie man sein Busticket falten kann, in allen Londoner Bussen aufhängen und gucken, was dabei herauskommt (eine der interessanten, lustigen Ideen).

Hier eine kleine Auflistung der wichtigsten Informationen von heute:

  • jemand hat mal aus dem Straßenschild der “Canal Street” im Gay Village “Anal Street” gemacht
  • die Public Library ist die älteste aus Steuern finanzierte Bücherei in England
  • 1996 hat die IRA einen Großteil der Innenstadt in die Luft gesprengt - deshalb sieht jetzt alles schön und modern aus
  • hier steht die älteste Shopping Mall (ist jetzt aber ein Hotel)
  • ich habe heute meinen ersten Celebrity gesehen, aber leider seinen Namen vergessen - er macht die englische Entsprechung zu “Comedy Street”
Noch zu besuchen:
  • “About the BBC Manchester Tour”
  • Manchester Literature Festival
  • “Reading with Kirsten Boie”, die zugehörige Ausstellung “Aufwachsen mit Kirsten Boie” und “Still uncertain of its international role? Germany 20 years after reunification” (mit jemandem aus Potsdam) im Goethe Institut
  • Chester Zoo
  • Manchester Aquatic Center - für meinen Rücken
  • Konzert in der Bridgewater Hall

Und: Es regnet anscheinend nur nachts. Die Straßen sind immer nass, aber ich wars noch nicht. Es ist sehr sommerlich, warm.



Mittwoch, 8. September 2010

Tag 1

Hello again. Hier nun das Bild, das eigentlich gestern hochgeladen werden sollte. Nun ja. Das erste Poster am Flughafen beim Gepäckband. Da fühlt man sich doch gleich gut empfangen. Wie bei Spooks, oder? Guckt jemand von euch "Spooks - Im Visier des MI5"? Schreibt mir das mal. Das würde mich interessieren. Ich kann es wärmstens empfehlen. Da passiert immer irgendwas mit Terroristen (siehe Bild) oder es kommen dunkle Geschichten innerhalb der britischen Regierung ans Tageslicht und ständig muss man Angst haben, weil London zu quasi jedem Zeitpunkt kurz davor ist in die Luft zu fliegen. Das will man ja nicht.
Ja. Heute habe ich einen weiteren Teil der Innenstadt angesehen. Man kann sich hier echt totkaufen, ey. Bei mir ist es allerdings erst mal nur ein Taschenbuch und ein Adapter für den Laptop geworden. Schließlich muss ich übermorgen ja noch die Kaution bezahlen. Und ein Wochenticket für den Bus habe ich besorgt. Das ist hier alles sehr kompliziert, da es bei den Fahrkarten nicht - wie man denken könnte - darum geht, wohin man fahren möchte, sondern, welche Busgesellschaft man nutzen möchte. Ich hab natürlich "Magic Bus" genommen, aber bisher konnte ich noch nichts magisches feststellen. Schade! Wie bei diesem Käse, der gar kein Käse ist. Steht was vorne drauf und das stimmt dann gar nicht. Auf jeden Fall bin ich dann mit diesem Fake Magic Bus nach Fallowfield gefahren und beim großen Sainsbury's ausgestigen. Von dort aus muss man dann nur noch geradeaus gehen und schon ist man bei meinem zukünftigen Haus. Es hat eine schicke blaue Tür. Hoffentlich ist es von innen so wie die Tür es erwarten lässt.
Gut übrigens, dass mein iPod auch Radio kann. Ich habe gerade eine Stunde lang "Gaydio Manchester" gehört. Da laufen die ganze Zeit nur Mika und Right Said Fred.

Dienstag, 7. September 2010

Leute!

Ich hatte mir am Flughafen ein so gutes Thema fuer den ersten richtigen Eintrag aus Manchester ueberlegt und extra ein Foto dazu gemacht und jetzt geht hier im Hostel das WLAN nicht. Morgen probiere ich was aus, dann wird das nachgereicht.
Auf jeden Fall bin ich seit 17.25h (in good old Germany 18.25h - Zeitverschiebung) hier. Bin gerade hier ein bisschen rumgelaufen. Das Hostel ist zum Glueck zentral. Die Leute sehen groesstenteils normal aus - so habe ich mir das nicht vorgestellt! Wo sind die ganzen Morrisseys und Gallaghers? Naja, ich warte noch ein bisschen. Das kommt schon noch.
Meine Bank befindet sich direkt neben einem grossen HMV... ob das so gut ist?! Ich meine: 3 Poster fuer nur 10£ (yeah, cooles Yeichen!) und eine DVD von Midsomer Murders (habe gestern erfahren, dass Inspector Barnaby hier so heisst) nur 5£.
Okay, ich gehe ins Bett, obwohl es erst halb 9 ist.